Fahrsicherheitstraining für Einsatzkräfte: Ortsfeuerwehr Gülden trainiert den Ernstfall auf dem ADAC-Gelände in Embsen
Embsen/Lüchow-Dannenberg.
Am Sonntag nahmen zwei Kameraden der Ortsfeuerwehr Gülden gemeinsam mit weiteren Einsatzkräften aus dem gesamten Landkreis Lüchow-Dannenberg an einem intensiven Fahrsicherheitstraining auf dem Gelände des ADAC in Embsen bei Lüneburg teil. Ziel der Ausbildung war es, die Fahrkompetenz im Umgang mit Einsatzfahrzeugen unter realitätsnahen Bedingungen weiter zu stärken und die Sicherheit im Einsatzdienst nachhaltig zu erhöhen.
Im Fokus des Trainings stand insbesondere der sichere Umgang mit schweren Feuerwehrfahrzeugen wie dem Tanklöschfahrzeug (TLF), das im Einsatzfall häufig unter Zeitdruck und in anspruchsvollen Verkehrssituationen bewegt werden muss. Auf dem speziell präparierten Übungsgelände konnten die Teilnehmer verschiedene Fahrsituationen trainieren, die im Alltag nur schwer oder gar nicht risikofrei nachgestellt werden können.
Unter Anleitung von Ausbilder Frank Steuerwald wurden unter anderem Gefahrenbremsungen auf unterschiedlichen Fahrbahnoberflächen, Ausweichmanöver bei plötzlich auftretenden Hindernissen sowie das kontrollierte Fahren auf rutschigen Untergründen geübt. Dabei wurde das TLF „auf Herz und Nieren“ geprüft – sowohl technisch als auch im Hinblick auf das Fahrverhalten unter Extrembedingungen.
Ein besonderer Schwerpunkt lag auf der Sensibilisierung für physikalische Grenzen, die gerade bei voll beladenen Einsatzfahrzeugen eine entscheidende Rolle spielen. Bremswege verlängern sich erheblich, das Kurvenverhalten verändert sich deutlich, und auch das richtige Einschätzen von Geschwindigkeit und Fahrzeuggewicht ist im Einsatz von zentraler Bedeutung. Diese Erfahrungen konnten die Teilnehmer im geschützten Rahmen praktisch nachvollziehen und direkt umsetzen.
Darüber hinaus bot das Training Raum für den Austausch zwischen den Feuerwehren des Landkreises. Neben dem fahrerischen Können stand auch die einheitliche Handhabung von Einsatzfahrzeugen sowie die gegenseitige Abstimmung im Vordergrund. Dies trägt langfristig dazu bei, die Zusammenarbeit bei größeren Schadenslagen weiter zu optimieren.
Am Ende des Trainingstages fiel das Fazit der Teilnehmer durchweg positiv aus. Die gewonnenen Erkenntnisse und praktischen Erfahrungen stellen einen wichtigen Beitrag zur eigenen Sicherheit sowie zur Sicherheit der Bevölkerung dar. Gerade im Einsatzdienst, in dem Sekunden zählen, ist ein sicherer und routinierter Umgang mit den Fahrzeugen unerlässlich.
Mit dem Fahrsicherheitstraining wurde ein weiterer Baustein in der kontinuierlichen Aus- und Fortbildung der Feuerwehren im Landkreis Lüchow-Dannenberg gesetzt – mit dem klaren Ziel, auch in herausfordernden Situationen jederzeit professionell und sicher handeln zu können.


